Beyond the Banner
Beyond the Banner geht dort weiter, wo klassische Performance-Mythen aufhören. Alex Kucera nimmt dich mit hinter die Kulissen von Display Advertising, Creative Performance, DCO, Attention Metrics und all den Mechaniken, die moderne Kampagnen wirklich erfolgreich machen.
Hier geht es nicht um generisches Marketing-Blabla oder oberflächliche Trends – sondern um echte Praxis: klare Insights, harte Learnings, Cases aus zwei Jahrzehnten Digitalwerbung und Gespräche mit Expert:innen aus Kreation, Media und AdTech.
Wenn du verstehen willst, warum Kampagnen scheitern oder skalieren, wie man Creatives messbar besser macht, und warum der Klick längst nicht mehr alles ist – dann bist du hier genau richtig.
Beyond the Banner.
Für alle, die Display Advertising nicht nur schalten, sondern beherrschen wollen.
Beyond the Banner
Vom Briefing bis zur Optimierung: Wie Display-Kampagnen wirklich laufen
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Link zu advox: https://www.advox.io
Alex Kucera auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kucera-alex/
Nach einer kurzen Pause — bedingt durch den kompletten UX-Relaunch von advox und vielen Gesprächen mit Agenturen und Brands — ist Beyond the Banner zurück.
Und mit dabei: die ehrlichste Episode bisher.
Wir gehen den gesamten Prozess einer Display-Kampagne durch — Station für Station. Nicht wie er sein sollte, sondern wie er in vielen Teams tatsächlich ist. Wo Zeit verloren geht. Wo Geld verschwindet. Und was man konkret dagegen tun kann.
Das erwartet dich:
- Die 5+ Stationen der Kampagne
- Briefing: Was wenn Brief, Materialien und Abstimmung auf drei verschiedenen Plattformen leben
- Produktion: Das Versionen-Chaos und was es wirklich kostet
- Approval: Warum "ja passt" per WhatsApp kein Approval-Prozess ist
- Delivery: Was bei einer Änderung nach Go-Live klassisch passiert — und wie Ad Streaming das löst
- Analyse: Warum Daten, die erst nach der Kampagne kommen, kein Reporting sind
- Optimierung: Die Station, die am häufigsten gar nicht stattfindet
Key Takeaway: Es scheitert am Prozess — an allem, was zwischen Briefing und Ausspielung passiert.
Servus und herzlich willkommen zurück bei Beyond the Banner. Ja, zurück, denn tatsächlich ist es eine Weile her, dass ich die letzte Episode aufgenommen hatte. Das hatte auch einen Grund, denn wir haben die Axt ans eigene Interface gelegt und einen kompletten UX-Relaunch von AdWorks durchgeführt. Gleichzeitig hatten wir viele Gespräche mit Agenturen und Brands und ja, einige davon haben auch direkt konvertiert und sind seither jetzt Kunde von AdWorks. Und genau diese Gespräche, die ich mit ihnen geführt habe, haben mir wieder mal bestätigt, was wir von Anfang an gespürt hatten. Nämlich die Probleme, über die wir hier reden, sind real. Der Markt brennt an genau den Stellen, die wir von Anfang an mit AdWorks adressiert hatten. Falls du dich jetzt fragst, was ist das Ganze? AdWorks ist eine Creative Ops-Plattform für Online- bzw. vor allem eigentlich für Display-Kampagnen. Von der ersten Datei bis zur laufenden Ausspielung, Briefing, Produktion, Approvals, Delivery und Analyse. Alles davon hast du in einem Tool. Entstanden aus dem eigenen Alltag, also sprich über 20 Jahren Display-Produktion heraus. Und konkret heißt das, wir hatten eigentlich die Probleme selbst, täglich. Und wir haben irgendwann aufgehört, dass wir da mit Workarounds versuchen, uns den Alltag zu bestreiten und haben angefangen, ein eigenes Tool daraus zu bauen. Genau darum möchte ich oder darüber möchte ich mit dir heute sprechen, nämlich den Prozess einer Display-Kampagne. Vom Briefing über die Produktion, Approvals und Delivery bis hin zur Analyse. Wie er in vielen Teams läuft, wo er kostet, nämlich Zeit, Nerven und Geld und was sich ändern lässt. Also, los geht's. Eine Displaykampagne durchläuft im Regelfall fünf Stationen. Briefing, die Produktion, den ganzen Approval-Prozess, Delivery bzw. die Auslieferung und die Analyse. Ich sage fünf Plus, nämlich warum? Weil die sechste Station die Optimierung in der Praxis bei besonders Display-Kampagnen oft gar nicht stattfindet. Nicht weil niemand optimieren will, sondern weil der Rest des Prozesses so viel Zeit und Energie frisst, dass für aktives Steuern schlichtweg einfach keine Zeit mehr übrig bleibt. Und genau das nehmen wir heute auseinander. Aber fangen wir mal von vorne an. Das Briefing. Die Basis von allem. Die Stelle, an der festgelegt wird, was wird produziert, in welchen Formaten, für welches Ziel und bis wann. Wie das heute abläuft, meistens starten wir mit einem Call, was dann besprochen wird, landet irgendwann in einer E-Mail. Die Materialien, Logos, Vorlagen, Schriften, Markenrichtlinien etc. kommen dann im Regelfall via WeTransfer oder landen in irgendeiner Cloud. Das heißt, die Infos für die Kampagne sind verteilt auf mindestens drei verschiedene Orte. Und das Briefing selbst existiert nirgends wirklich sauber. Wenn dann zwei Wochen später eine Detailfrage zur Kampagne auftaucht, wird erstmal gesucht. Und meistens dauert das länger als es sollte. Bei AdWox ist das Briefing direkt in der Kampagne hinterlegt. Alle Materialien, Logos, Schriften, Vorlagen, alles hochgeladen, strukturiert, für alle Beteiligten zugänglich. Ein Ort, kein WeTrends-Verlect, der in drei Tagen abläuft. Das klingt nach einem kleinen Ding, ist es aber im Alltag nicht. Jetzt geht es ans Eingemachte, nämlich die Produktion. Klassischer Ablauf hierbei, der Produktionsplan kommt per Mail. Bei Änderungen gibt es eine aktualisierte Version, die vielleicht in den E-Mails untergeht, vielleicht aber auch nicht. Was darauf folgt, ist manuelles Kommentieren, Markieren, abhaken. Was bereits geliefert wurde, was noch offen ist, das Ganze steht irgendwo in einem Excel des PM oder einem Google-Sheet, das nicht alle haben und damit nicht immer alle am gleichen Stand sind. Die fertigen Creatives werden dann verschickt, als E-Mail-Anhang, als Download-Link oder irgendwo in einer Cloud abgelegt. Manchmal kann man sie sogar mal nicht öffnen, aber das ist ein anderes Thema. Und dann geht es weiter mit meinem Lieblingsspiel, nämlich dem Versionenspiel. Kennst du bestimmt, zuerst kommt banner.zip, dann bannerfinal.zip, bannerfinal2.zip, banner wirklichfinal.zip und so weiter und so fort. Das ist alles andere als ein Clise, das ist gelebter Alltag. Und dann kommt noch das hier hinzu. Die Korrektur per WhatsApp. Kannst du das Logo ein bisschen weiter nach links schieben und du sitzt da und weißt nicht mal, von welchen dieser 15 Versionen der Kollege gerade spricht. Genau das ist der Moment, wo Projekte sterben. Nicht laut, sondern leise. In einem Chatfread, der zwei Wochen später von niemandem mehr gefunden wird. Wir haben uns irgendwann gefragt, es kann doch echt nicht sein, dass die Produktionsteams mehr Zeit damit verbringen, den Überblick zu behalten, als wirklich zu produzieren. Und deshalb haben wir den Prozess von Grund auf neu gedacht. Produktionsplan direkt in der Kampagne, jedes Creative damit verknüpft, Status auf einen Blick, automatische Versionierungen beim Upload, Rollback mit einem Klick. Easy. Aber das Ziel war nicht, ein besseres Tool zu bauen. Das Ziel war, niemand soll mehr zwei Stunden damit verbringen, die richtigen Dateien zu finden. Okay, Creatives sind mal grundsätzlich produziert, jetzt muss das Creative freigegeben werden. Klassischer Ablauf 4, Telefonanruf, Mail mit Screenshot, WhatsApp-Nachrichten mit, ja, passt so, vielleicht ein Kommentar irgendwo in einem PDF, man weiß es nicht. Kein Überblick, was im wirklichen Status ist. Wer hat was wann approved und vor allem welche Version. Und dann, zwei Wochen nach Launch, kommt die Frage, haben wir das wirklich so freigegeben? Ich meine, ich kenne diese Situation und auch du kennst bestimmt diese Situation. Bei AdWOX basiert das Approval auf Creative Ebene. Klar ersichtlich, wer hat was freigegeben, wann, in welcher Version. Mit Kommentar, wenn es zu Änderungswünschen gekommen ist. Und das Großartige, es braucht nicht mal zwingend einen Benutzer-Account dafür, Kunden bekommen einen Public Share-Link, öffnen das Creative im Browser, sehen es so, wie es live gehen würde. Und können direkt freigeben oder Feedback hinterlassen. Auch mobil optimiert, auch aus der U-Bahn oder dem Taxi möglich. Dadurch haben wir keine Ausreden mehr mit, ich war unterwegs, ich konnte leider nicht schauen. So. Nice. Creatives sind nun approved, es geht live. Klassischer Ablauf wieder mal, gesammelte Tips werden an die Mediaplanung oder direkt an den Publisher weitergeleitet, eingebucht und manuell verwaltet. Hey, ganz kurz in eigener Sache. Ich hoffe du merkst, wie viel Spaß es mir macht, diesen Podcast für dich aufzunehmen und damit mein Wissen und meine Erfahrung aus über 20 Jahren Display mit dir zu teilen. Hilf mir doch, indem du meinen Podcast likst, indem du Beyond the Banner kommentierst und im besten Fall auch mit deinen Kollegen teilst, damit noch mehr Leute diesen Podcast erreichen können. Vielen Dank. Und was passiert, wenn sich nach dem Launch etwas ändert? Ein Preis stimmt nicht, ein Claim wurde rechtlich gecheckt und muss angepasst werden. Irgendjemand hat einen Fehler entdeckt. Dann fängt der ganze Prozess von vorne an. Mein Lieblingsspiel. Info an die Media und den Publisher. Kampagnen werden gestoppt, neues Creative wird gebaut, das Ganze wird mit dem Kunden via E-Mail, Download-Link, WhatsApp-Nachrichten, you name it, abgestimmt, das neue Ziff wird geschickt, Publisher-Koordination, QA, Rebooking. Das kostet im besten Fall einen Tag. Meistens aber drei bis fünf. Und während die Kampagne steht, verlieren wir wertvolle Werbezeit und tinken dem Kampagnenziel hinten nach. Das ist besonders schlimm, wenn es sich um eine zeitlich limitierte Kampagne handelt, die nicht so einfach verlängert werden kann. Mir und meinem Team war das ehrlich gesagt langfristig etwas zu blöd. Es kann doch nicht sein, dass ein falscher Preis im Creative die gesamte Maschinerie zum Stoppen bringt. Deshalb haben wir den Ansatz komplett umgedreht und liefern jetzt einen stabilen Link, der einmal eingebucht wird und dann im Hintergrund aktualisierbar ist. Das Creative ändert sich, der Link nicht. Keine neue Einbuchung, keine publisher Abstimmung und vor allem keinen Dowtime. Bedeutet 10 Minuten statt drei Tage. Aber finally, die Kampagne läuft und jetzt? Die Daten hat die Mediaagentur. Wer sie haben will, muss sie anfordern. Das passiert unregelmäßig, manchmal auf Nachfrage, spätestens aber nach Ablauf der Kampagne. Und leider kein Gerücht tatsächlich, aber in manchen Setups ist das Anfordern zusätzlicher Reports kostenpflichtig. Kurze Anmerkung dazu, und das ist mir auch wichtig, ja. Ich will damit jetzt niemanden angegriffen verstanden haben. Die meisten Media haben schlicht Besseres zu tun, als PDFs zusammenzutippen. Die sollen Strategie machen, die sollen optimieren, die sollen nicht Datenpostboten spielen. Das Problem ist nämlich hier nicht wirklich der Mensch, es ist meistens die fehlende Infrastruktur, die Daten automatisch dorthin bringt, wo sie hingehören. Nämlich zu allen Beteiligten in der Echtzeit. Bedeutet, in dem Moment, wo du aktiv steuern könntest, hast du aber keine Informationen. Und wenn die Informationen endlich da sind, ist die Kampagne oft schon vorbei. Bei AdWorks sind die Statistiken direkt integriert und jederzeit einsehbar, ohne Anfrage, ohne Umwege. Dabei liefert dir AdWorks Werte über die Standard Impressions und CTR hinaus, nämlich beispielsweise die sogenannte 3 Seconds Impression. Dabei messen wir, ob das Creative durchgehend 3 Sekunden lang im Viewport war, können dadurch, wenn wir schon CTR messen, die KPR ein wenig verschieben und ein bisschen besser ins rechte Licht rücken. Und daraus wird dann auf einmal aus einer 0,3%igen CTR eine 0,43 CTR, was dann schon gerade im Probilen-Bereich maßgeblich im Reporting sein kann. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, und das ist mein Lieblingsfeature daran, frei definierbare Engagement-Parameter in deinen Creatives zu hinterlegen. Und somit auch Swipes, Ton Ein-Aus bei Videos etc. zu tracken und damit Werte, die dir mehr Informationen über die tatsächlichen Interaktionen mit deinem Creative, deiner Marke geben. Diese Zahlen sind sofort da, direkt verknüpft mit dem Creative und auch für alle Beteiligten zugänglich. Denn die Analyse, die erst nach der Kampagne kommt, ist keine Analyse, sondern ein Rückblick. Und damit kommen wir schon zur Station, die am häufigsten fehlt. Der Optimierung. Nicht, weil niemand optimieren will, sondern weil bei einer ein- oder zweiwöchigen Kampagne, bis die Daten überhaupt vorliegen, die Kampagne abgelaufen ist. Kein Feedback Loop, kein Steuern, kein Lernen in Echtzeit. Und das ist das eigentliche Problem. Nicht die einzelnen Fehler in den Stationen davor, sondern dass der gesamte Prozess so langsam und so fragmentiert ist, dass aktives Optimieren strukturell gar nicht möglich ist. Bei AdWorks ist das anders. Weil die Daten sind ja immer da. Die Creatives können wir jederzeit im Hintergrund aktualisieren. Wir müssen nicht rebooken, wir müssen nicht neue Zips verpacken und übermitteln. Du siehst, diese Variante läuft nicht gut. Komm, lass uns das Creative austauschen, ohne die Kampagne atzuhalten. Das ist der Unterschied zwischen Kampagnen verwalten und Kampagnensteuern. Zusammengefasst, fünf Stationen plus eine, die zu selten passiert. Briefing, Produktion, Approval, Delivery, Analyse und Optimierung. An jeder dieser Stellen gibt es Reibung, Zeitverlust, Budgetverlust. Und oft genug schlechtere Kampagnenergebnisse, weil der Prozess die eigentliche Arbeit ausbremst. Was ich dir damit heute mitgeben will, ist, schau dir an, wie eure Kampagnen gerade laufen. Wie viele Tools, wie viele E-Mails, wie viele wer hat was freigegeben Momente gibt es zwischen Briefing und der Ausspielung? Die Antwort auf die Frage sagt dir, wo dein größtes Potenzial liegt. Wo verbrennt ihr am meisten Zeit und vor allem Geld? Und das hat gar nichts mit Mediabudget zu tun. Wenn du dir anschauen willst, wie wir das bei AdWorks gelöst haben, www.advox.io, schau gern rein und wenn du Fragen hast oder mehr darüber erfahren willst, hey, connect dich mit mir via LinkedIn, schrei mich an, ich bin gerne da. Die Links sowohl zu AdWorks als zu meinem LinkedIn-Profil findest du natürlich in den Shownotes. Damit war es das wieder für heute. Hey, danke fürs Zuhören. Schön, dass du wieder da bist oder ich eigentlich auch wieder die Zeit zum Recorden habe. Nichtsdestotrotz, hey, alles Liebe und bis zum nächsten Mal. Ciao.